Perspektiven aus der Armut

Milchbecherprojekt fördert Eigeninitiative

Die „Milchbechergruppen" bildeten den Start der Projekte für Iguazú. An den Gemeindetreffpunkten in den Elendsvierteln erhalten Kinder täglich einen Becher Milch und ein Stück Brot. Die Mütter erhalten Beratung zu Ernährungs- und Hygienefragen. Am Stützpunkt Eldorado entwickelte eine Müttergruppe im Jahr 2016 das Konzept einer Nähstube. Die Mütter entwickelten die Idee, für sich und ihre Kinder zu nähen und gleichzeitig etwas zum Lebensunterhalt dazuzuverdienen.

Heute ist die Nähstube Realität

Sechs Nähmaschinen wurden durch Spenden aus dem Erzbistum angeschafft. Beim Besuch unseres Erzbischofs zeigten die Frauen begeistert ihre Werke und erzählten: „Jesus hat uns umarmt. Zum ersten Mal können wir für uns und unsere Kinder Lebensperspektiven aufbauen."

Unsere Reisegruppe aus dem Erzbistum Hamburg erlebte die Freude vor Ort sehr eindrücklich: Die Frauen können oft nicht lesen und schreiben. Aber sie sind lebensfroh und entwickeln durch Eigeninitiative Perspektiven.

Nothilfe aus Hamburg und Haussegen des Erzbischofs

"Mein Name ist Gladys Gonzalez. Mit meinen Kindern Carlos und Luján lebte ich in einer Hütte nahe einem Wassergraben. Eine Überschwemmung machte uns obdachlos. Dank Spenden der Kirchengemeinden Eimsbüttel und Harburg in Hamburg sowie eines Spenders aus Mecklenburg konnten wir eine neue, sichere Hütte errichten. Für diese Hilfe bin ich unendlich dankbar. Im letzten Winter kam sogar Erzbischof Stefan und segnete unser neues Heim. Um etwas von meinem Glück zu teilen, engagiere ich mich jetzt in der Gemeindecaritas. Bei uns zuhause erhalten Nachbarskinder täglich – mit unserem Tischsegen – einen Becher Milch."

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