Von Perle zu Perle

Vielen ist der Rosenkranz
ein immer noch sehr liebes und
sehr vertrautes Gebet, anderen
scheint er eher altmodisch
und langweilig.

Durch die einzelnen Perlen
sammeln die betenden Hände
mit den Freuden und Leiden,
dem Glück und der Not der
Menschen auch sich selbst.

Wie mit dem roten Lebensfaden
reihen sie alles ein, um es in den
größeren Horizont der Geheimnisse
unseres Glaubens zu stellen.

In den Bildern der Erlösung wissen
sie alles geborgen und aufgehoben,
angenommen und verwandelt, was
immer die Herzen von der Geburt
bis zum Sterben bedrängen mag.

Vom unsichtbaren Netzwerk
dieses Gebetes werden Lebende
und Verstorbene umfangen und
miteinander verbunden, auch
jene, die meinen, dass kaum
jemand an sie denkt.

Es bleibt immer etwas Duft
in Händen, die Rosen verschenken
und noch viel mehr in den Händen,
die den Rosenkranz beten.

Paul Weismantel

 

powered by webEdition CMS